Die größte Sorge beim Anbringen einer Wandleuchte ist meist der Bohrer, der unweigerlich durch die Tapete kreischt und Fasern ausreißt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie zunächst die genaue Position der Leuchte festlegen und mit einem Bleistift nur eine minimale Markierung setzen. Entscheidend ist der nächste Schritt: Schneiden Sie mit einem scharfen Cutter-Messer kreuzförmig in die Tapete, genau an der Stelle, an der gebohrt werden soll. Die vier Schnitte sollten etwa zwei Zentimeter lang sein und sich in der Mitte treffen. Klappen Sie die entstandenen Tapetenlaschen vorsichtig nach außen um und fixieren Sie sie mit etwas Malerkrepp, das Sie später rückstandsfrei entfernen. Nun bohren Sie wie gewohnt, führen die Dübel ein und schrauben die Montageplatte der Leuchte fest. Nach dem Festschrauben ziehen Sie das Klebeband ab, klappen die Laschen zurück und drücken sie sanft an. So bleibt die Tapete um das Bohrloch herum vollständig intakt, und Sie können später, falls nötig, das Loch einfach mit etwas Tapetenrest oder Spachtelmasse verschließen, ohne große Flächen erneuern zu müssen. Diese Technik ist der erste Schritt, um Ihre Wand wirklich mieterfreundlich umbauen zu können, ohne dass beim Auszug ein Streit mit dem Vermieter droht.
Haben Sie die Montageplatte bereits angebracht, müssen Sie noch das Kabel zur Leuchte führen, ohne eine hässliche Kabelrinne auf der Tapete zu verkleben. Nutzen Sie stattdessen den vorhandenen Schatten einer Tapetenkante oder das Profil einer Zierleiste, falls vorhanden, um das Kabel unsichtbar zu verlegen. Alternativ können Sie das Kabel in einem schmalen, selbstklebenden Kanal aus Kunststoff führen, der auf der Unterseite der Leuchte verläuft und so kaum auffällt – wichtig ist, dass Sie diesen Kanal nicht direkt auf die Tapete kleben, sondern auf die bereits montierte Wandhalterung oder auf einen Sockel aus Holz, den Sie separat festschrauben. Eine weitere elegante Lösung ist, das Anschlusskabel hinter der Tapetenlasche durchzuführen, die Sie zuvor eingeschnitten haben. Dafür stechen Sie ein kleines Loch in die Mitte der Lasche und führen das Kabel hindurch, bevor Sie die Leuchte endgültig anschließen. So verschwindet das Kabel komplett hinter der Tapete, und Sie benötigen keinerlei zusätzliche Abdeckungen. Diese Methode verlangt etwas Fingerspitzengefühl, belohnt Sie aber mit einem absolut sauberen Bild. Bedenken Sie dabei stets, dass Sie für den späteren Rückbau den Stromkreis abschalten und das Kabel wieder herausziehen müssen – planen Sie also genügend Spielraum ein, damit die Tapete beim Entfernen der Leuchte nicht einreißt. Auf diese Weise gestalten Sie den Anschluss so, dass er später problemlos wieder in den Originalzustand versetzt werden kann, was den kompletten Vorgang letztlich zu einem wahren mieterfreundlichen Umbau macht.
Abschließend sollten Sie nach www.coverpartner.de die Tapetenlaschen um das Bohrloch wieder andrücken und mit dem Daumen glattstreichen. Sollte sich eine Lasche wellen, befeuchten Sie sie leicht mit einem feuchten Tuch und drücken sie erneut an – der Tapetenkleister aktiviert sich dadurch neu und die Lasche haftet wieder sauber. Kontrollieren Sie außerdem, ob die Laschen nicht unter der Leuchtenabdeckung hervorstehen; kürzen Sie sie bei Bedarf mit dem Cutter präzise nach, sodass sie bündig mit dem Rand der Montageplatte abschließen. Diese Sorgfalt zahlt sich doppelt aus: Zum einen sieht die Wand aus, als wäre die Leuchte schon immer dort gewesen, zum anderen hinterlassen Sie bei einem Auszug ein Loch, das sich unscheinbar mit einer kleinen Menge Spachtelmasse füllen lässt, ohne dass jemand die ehemalige Bohrstelle bemerkt. Um den Schutz der Tapete perfekt zu machen, können Sie vor dem Anzeichnen der Bohrlöcher außerdem ein kleines Stück transparentes Klebeband auf die Tapete kleben und darauf markieren. Das verhindert erstens das Ausfransen der Tapete beim Bohren und zweitens das Verschmutzen durch Bohrstaub, da Sie das Band samt Staub nach dem Bohren einfach abziehen. Wenn Sie all diese Schritte beherzigen, haben Sie Ihre Wandleuchte nicht nur fachgerecht installiert, sondern auch eine Lösung gefunden, die den gesamten Raum dauerhaft mieterfreundlich umbaut, ohne optische oder strukturelle Schäden zu riskieren – ein Gewinn für jeden, der in einer Mietwohnung wohnt und dennoch eigenen Gestaltungswillen zeigen möchte.
